Die Wahrheit...

Ich habe die Texte über meine Gefühle angefangen, in der Hoffnung, dass sie den Schmerz lindern. Nur leider musste ich feststellen, dass dies durch diese Texte nicht möglich ist, weil sie nur meine oberflächlichen und ‚neuen‘ Gefühle sind. Es sind nicht die, die schon seit Jahren tief in mir drin verborgen sind. Niemand aus meinem Umfeld weiß davon und dank der Anonymität dieses Blogs wird das auch so bleiben.. Ich kann alles ohne Bedenken schreiben und niemand weiß dass ich es bin.. Selbst wenn es jemand aus meinem Umfeld lesen sollte wissen sie dennoch nicht, dass ich es bin. Das ist ein gutes Gefühl. Es befreit und erleichtert mich.. Vielleicht sollte ich einfach mal anfangen.. Okay, gut also los geht’s.. Das alles begann eigentlich schon als ich drei Jahre alt war, d.h. 2000. Damals hatte ich eine lange Zeit über schmerzen. Ich habe geweint und geschrien vor schmerzen und kein arzt konnte sich erklären woher das kommt.. Meine Eltern sind daran natürlich verzweifelt und sind mit mir zu verschiedenen ärzten gegangen. Irgandwann lies sich dann auch mal einer finden der wusste was ich habe. Diagnose: Morbus Perthes. Ich geh mal davon aus, dass so gut wie keiner weiß was das ist deswegen versuch ich das mal zu erklären. Also Morbus Perthes ist eine othopädische Kinderkrankheit, die Ursache ist eine Durchblutungsstörung und Absterben von Knochengewebe im Hüftkopf. 1:1200 Kindern hat diese Krankheit. Die Erkrankung tritt überwiegend bei Jungen mit ‚weißer‘ Hautfarbe – diese sind ca 4x mal häufiger betroffen als Mädchen- meist zwischen dem 5. Und 9. Lebensjahr auf. Und ich falle eigentlich aus dieser ‚Statistik‘ raus da ich es 1. Als Mädchen bekommen habe und 2. Schon mit 3, bzw die anfänge schon mit 2 jahren hatte. Ja ich weiß hört sich nicht so dramatisch an, aber für mich war es damals das schlimmste. Ich habe damals schon Fußball gespielt und habe es generell geliebt mit meinen freunden aus dem kindergarten rumzutoben und blödsinn zu machen. Doch als die schmerzen anfingen und der arzt das entdecke hieß es für mich 2 Jahre lang eine schiene zu tragen die über mein ganzes bein ging. Nicht dass das schon schlimm genug war, ich konnte nicht mehr normal gehen, geschweige den laufen. Und sokam es dass ich nur noch zu gucken durfte wie alle genau daas taten was ich so liebte aber nicht durfte. Als die zwei jahre endlich um waren wurde es nicht einfacher. Alle waren über vorsichtig weil sich ja niemand mit dieser krankheit auskannte und so jeder angst hatte etwas falsch zu machen, was meinen zustand hätte verschlimmern können.. naja irgendwann hatte sich das alles auch gelegt. Mit 7 Jahren, kurz vor meinem 8. Geburtstag – das war 2005- meldete mein vater mich in einem fußballverein an. Ich war so glücklich und das hielt dann auch einige jahre. Das was alles kaputt gemacht hat und mein leben völlig aus der bahn geworfen hat, passierte ca 2 wochen vor meinem 15. Geburtstag. .

20.1.15 21:04

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


lukas-97 (21.1.15 22:32)
Oh. Hah.
In dem Text beschreibst du ja zu Anfang, wie du nur über deine " letzteren bzw. äußeren " Gefühle reden kannst...
Obwohl das hier anonym ist, hab ich das selbe Problem.... Es gibt einfach Dinge, über die kann man einfach nicht so schnell reden, das braucht Zeit und eine Vertrauensperson.
Und bisher habe ich diese Person noch nicht getroffen... Und ich glaube du genau so wenig, oder? ( achja, ich hatte in meiner Kindheit mal gürtelrose... War gar nicht lustig und dennoch nicht so schlimm wie bei dir)
Grüße, lukas

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